Details

Termin:
21.03.2006 - 09.04.2006
Veranstaltungsort:
Galeria Miejska Arsena³, Stary Rynek 3
Stadt:
Posen
Bundesland/Woiwodschaft:
Großpolen (Posen)
Veranstalter:
VNG art
Partner:
Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, Goethe-Institut Warschau, Academy of Visual Arts (Leipzig), Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, Galerie Dorota Kabiesz (Berlin), Agencja Reklamowo-Wydawnicza Arkadiusz Grzegorczyk
weitere Informationen:
VNG art
Galeria Miejska Arsena³

VNG art präsentiert Neue Deutsche Malerei: Leipziger Kunst

Die Ausstellung zeigt 82 Arbeiten von 36 Künstlern. Zu sehen sind Arbeiten von Bernhard Heisig, Neo Rauch, Arno Rink und Verena Landau.

Der Begriff wurde in den frühen 70er Jahren geprägt. Zu den bedeutendsten Vertretern der bejubelten wie beschimpften "Leipziger Schule" zählen Werner Tübke, Bernhard Heisig und Wolfgang Mattheuer. Alle drei studierten an der Leipziger Kunstakademie, der heutigen Hochschule für Grafik und Buchkunst. Dort wirkten sie seit den 60er Jahren als Lehrer und prägten eine ganze Generation von Malern und Grafikern.


Tim Eitel: Fenster (1999)

Der Begriff "Leipziger Schule" hat sich durchgesetzt, obwohl er  die beträchtlichen Unterschiede zwischen den Künstlern negiert. Doch stil- und generationsübergreifend steht er für einen hohen künstlerischen Anspruch, verbunden mit bewusster Gesellschaftsanalyse, vorgetragen mit bemerkenswertem handwerklichen Können. Werner Tübke brachte die Besonderheit von Leipzig auf den Nenner: "Hier gab es das Primat des Zeichnerischen, also nicht Berliner Vereinfachung, nicht Dresdner Halbexpressives".

Der Leipziger Kunsthistoriker Günter Meißner, nannte 1974 als  wesentliches Kennzeichen der L.S.: "... den Drang zur gedanken- und phantasiereichen, tiefgründigen Deutung von den Themen der Geschichte bis zu intimen Bereichen unserer Umwelt sowie die Neigung zu einer gegenstandsbetonten, aber ausdrucksstarken Auffassung zwischen den Polen zeichnerisch-klarer Detailgebung und malerischer Bewegtheit".

       NEUE LEIPZIGER SCHULE

Seit einigen Jahren nimmt der Rummel um die so genannte "Neue Leipziger Schule"  in der internationalen Kunstszene fast hysterische Züge an. In Sammler- und Kuratorenkreisen ist sie zu einem Qualitätslabel, zu einem deutschen Exportschlager auf dem Kunstmarkt geworden.

Alles begann Mitte der 1990er mit der Karriere des heute 45-jährigen Neo Rauch. Galt es noch vor wenigen Jahren als anachronistisch, zu malen, hat der Künstler die Sammlerherzen mit seinen Surrealismen, die zwischen Nachkriegszeit und Science Fiction angesiedelt sind, wie im Sturm erobert. Wer derzeit eine Arbeit von ihm ergattern will, muss sich weit hinten anstellen. Offiziell gibt es zwar keine Wartelisten, dennoch müssen sich hungrige Sammler bis zu einem Jahr gedulden.

Bald begannen Händler, Kritiker und Kuratoren, sich auch in Rauchs Umfeld genauer umzusehen. Ihre Suche führte sie zu dem Leipziger Hochschulprofessor Arno Rink. Sechs Jahre lang war Neo Rauch der Assistent des ehemaligen Rektors der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, nachdem er bis 1990 Meisterschüler bei Bernhard Heisig war.

Ausstellungstermine:

24.02.2006 - 15.03.2006 Xawery Dunikowski Museum Warschau
20.03.2006 - 09.04.2006 Städtische Galerie Arsenal Posen
28.04.2006 - 31.05.2006 Regionalmuseum Krokowa


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