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Autor: Redaktion
Dezember:
21.12.
Die polnische Polizei findet in Nordpolen das gestohlene Metallschild vom Eingangstor des ehemaligen NS-Konzentrationslagers Auschwitz wieder. Die Inschrift mit den Worten "Arbeit macht frei" war drei Tage zuvor abmontiert und entwendet worden.
18.12.
Der Deutsch-Polnischen Preis im Jahr 2009 geht an die polnische Literaturübersetzerin Małgorzata Łukasiewicz und den deutschen Literaturübersetzer Karl Dedecius. Im Gedenkjahr 2009 wird ferner ein Sonderpreis an den ehemaligen polnischen Staatspräsidenten und früheren Vorsitzenden der Gewerkschaft Solidarność, Lech Wałęsa, sowie an Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker verliehen.
17.12.
Deutschland wird sich in den kommenden fünf Jahren mit 60 Millionen Euro am Erhalt der Gedenkstätte des einstigen NS-Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau beteiligen. Der Betrag für die Stiftung Auschwitz-Birkenau werde je zur Hälfte von Bund und Ländern finanziert.
15.12.
Cornelia Pieper (FDP) wird neue Koordinatorin für die Zusammenarbeit der Bundesregierung mit Polen ist die Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Piepers Vorgängerin im Amt war die zweimalige Bundespräsidenten-Kandidatin der SPD, Gesine Schwan. Ihre Amtszeit lief Ende September aus. Sie war vor fünf Jahren erstmals vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) zur Koordinatorin der Bundesregierung für die Zusammenarbeit mit Polen ernannt worden.
13.12.
Der polnische Schriftsteller Adam Zagajewski aus Krakau und der deutsche Autor Durs Grünbein aus Berlin sind mit dem Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreis 2009 ausgezeichnet worden. Der Preis wird seit 1996 von Göttingen und Toruń gemeinsam vergeben und ist mit jeweils 5000 Euro dotiert.
11.12.
Der in Polen lebende britische Historiker Norman Davies wird mit dem Internationalen Brückepreis der Europastadt Görlitz/Zgorzelec geehrt. Der 70-jährige Wissenschaftler habe zu einem deutlichen Wandel in der Betrachtung der Geschichte Europas beigetragen, begründete die Brückepreis-Gesellschaft ihre Entscheidung.
November: 30.11. Tadeusz Mazowiecki, ein führender Kopf der demokratischen Bewegung in Polen vor 1989 und erster nichtkommunistischer Ministerpräsident nach den halbfreien Wahlen im Juni 1989, wird mit dem Viadrina-Preis 2009 der Europa Universität in Frankfurt (Oder) für seine Verdienste für die deutsch-polnische Versöhnung ausgezeichnet.
27.11. In Leipzig erhält die polnische Germanistin Prof. Dr. Izabela Surynt (Universität Breslau) den Jablonowski-Preis, mit dem alle zwei Jahre junge Wissenschaftler aus Polen und Deutschland ausgezeichnet werden, die den Blick auf das eigene oder das andere Land schärfen. Gewürdigt wird Surynts Publikation "Das 'ferne', 'unheimliche' Land. Gustav Freytags Polen".
12.11. Während der diesjährigen Feierlichkeiten aus Anlass des 20. Jahrestags der deutsch-polnischen Versöhnungsmesse in Kreisau (Krzyżowa), in der seinerzeit Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki und Bundeskanzler Helmut Kohl den christlichen Versöhnungsgruß ausgetauscht hatten, weist Mazowiecki darauf hin, dass die deutsch-polnische Versöhnung bereits eine Tatsache sei und nun an der polnisch-russischen Versöhnung gearbeitet werden müsse. Die Rolle der deutschen Vertriebenenorganisationen und Erika Steinbachs als deren Vorsitzender sollte in Polen nicht überinterpretiert werden, um die Position der nach seiner Einschätzung in Deutschland weitgehend unbekannten öffentlichen Person nicht zu stärken.
09.11. Im Rahmen der Feierlichkeiten in Berlin zum 20. Jahrestag des Falls der Berliner Mauer dankt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer Rede der polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarność, deren Erhebung gegen die kommunistische Herrschaft eine Ermutigung für die anderen sozialistischen Länder gewesen sei. Der ehemalige Solidarność-Führer und erste vom Volk gewählte Staatspräsident des demokratischen Polen, Lech Wałęsa, stößt im Rahmen des Domino-Happenings den ersten Dominostein an, auf dem ein Bild des Papstes Johannes Paul II., des Runden Tisches, des Denkmals der gefallenen Werftarbeiter in Danzig und eine Landkarte Polens zu sehen sind.
06.11. Sejmmarschall Bronisław Komorowski und Bundestagspräsident Norbert Lammert eröffnen im Sejm eine vom Deutschen Bundestag vorbereitete Ausstellung aus Anlass des 20. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer unter dem Titel „Die Mauer fiel – die friedliche Revolution und die Überwindung der Teilung“.
Oktober: 31.10. Nach einem Treffen mit seinem am 28.10. in sein Amt eingeführten Kollegen Guido Westerwelle in Warschau bezeichnet Außenminister Radosław Sikorski die derzeitigen deutsch-polnischen Beziehungen als die besten in der gemeinsamen Geschichte. Es bestehe eine reife Partnerschaft zwischen beiden Ländern. Westerwelle zeigt sich überzeugt, dass die Freundschaft zwischen Deutschland und Polen nicht nur beiden Ländern, sondern auch Europa diene. Er plädiert für eine Stärkung der Zusammenarbeit im „Weimarer Dreieck“. Polen ist das erste Land, dem Westerwelle einen Antrittsbesuch abstattet.
12.10. Der Film "Tschüss DDR! Über Warschau in die Freiheit" feiert in Berlin seine Uraufführung. Der Dokfilm von Krzysztof Czajka erinnert an ein deutsch-deutsches Drama, das sich 1989 in Polen abspielte und dank des polnischen Engagements eine Lösung fand. Im Herbst des Wendejahres flohen tausende DDR-Bürger über Warschau in die Bundesrepublik Deutschland. Die von der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit produzierte Dokumentation erinnert so an ein Ereignis von europäischem Ausmaß, das einen Anteil am Fall der Berliner Mauer hat. Die polnische Premiere findet am 21. Oktober in Warschau statt.
09.10. Der Sejm beschließt, den 1. August als nationalen Feiertag aus Anlass des Ausbruchs des Warschauer Aufstands am 1. August 1944 zu deklarieren. Der Feiertag wird nicht arbeitsfrei sein.
02.10. Marek Edelman, ehemaliger Anführer des Warschauer Ghettoaufstands und Protagonist im Warschauer Aufstand, stirbt im Alter von 87 Jahren in Warschau. Edelman war darüber hinaus in der demokratischen Opposition in der Volksrepublik Polen aktiv.
September: 22.09. Kulturstaatsminister Bernd Neumann stellt am 22. September das erste Schulbuch für Polnisch als Fremdsprache "Witaj Polsko" in Berlin vor. Mit dem Lehrbuch erhalten Schüler an weiterführenden Schulen endlich geeignetes Unterrichtsmaterial. Die Kultur des Nachbarlandes sei zunehmend ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Deutschland, so Neumann bei der Präsentation des Lehrbuchs in Berlin. Deshalb sei es wichtig, dass mehr Menschen in Deutschland Polnisch sprechen. Die Bundesregierung hat das Schulbuch mit insgesamt 227.000 Euro gefördert. Weitere Unterstützung kam von der Kultusministerkonferenz, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und der Robert-Bosch-Stiftung.
17.09. In Deutschland läuft mit 13 Kopien Andrzej Wajdas Kriegsdrama „Das Massaker von Katyn“ an. Der Film, den in Polen fast vier Millionen Menschen gesehen haben, schildert das Schicksal der 1940 getöteten Soldaten. Andreas Kilb, der Filmkritiker der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, schreibt zutreffend: „Diese Wahrheit zeigen die letzten zwanzig Minuten des Films. Was kein Zeuge je erzählt, kein Kameraauge erblickt hat, wird in ihnen mit quälender Gründlichkeit enthüllt, vom Kaliber der Mordwaffen bis zum Abdruck der russischen Armeestiefel in der Blutlache, die sich am Boden des Erschießungskellers gebildet hat. Man kann diese Bilder übertrieben grausam finden, maßlos in ihrer Akribie. Aber um ihretwillen ist „Das Massaker von Katyn“ gedreht und produziert worden. Polen hat auf diesen Film sechzig Jahre lang gewartet.“ In Deutschland haben den Film bis Ende September rund 10.000 Kinozuschauer gesehen.
15.09. In seiner Antrittsrede betont der im Juli ins Amt gewählte Präsident des Europäischen Parlaments und ehemalige Ministerpräsident Polens Jerzy Buzek die Notwendigkeit einer gemeinsamen europäischen Energiepolitik, in deren Rahmen der Ausbau des Pipelinenetzes sowie gemeinsame Gasankäufe diskutiert werden müssten. Darüber hinaus kündigt er die Stärkung des Europäischen Parlaments an, das sich Diskussionen weiter öffnen und das demokratische Element in der EU vorantreiben müsse.
11.09. Während der Feierstunde des Sejm aus Anlass der Berufung der ersten nichtkommunistischen Regierung im September 1989 hebt Tadeusz Mazowiecki hervor, dass die Versöhnung mit Russland eine der wichtigsten Aufgaben sei, die sich an der zwar schwierigen und kontroversen, aber gelungenen Versöhnung mit Deutschland orientieren sollte.
01.09. Auf der Westerplatte bei Danzig findet die Hauptgedenkveranstaltung aus Anlass des 70. Jahrestages des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs in Anwesenheit von Staatspräsident Lech Kaczyński, Ministerpräsident Donald Tusk sowie 20 weiteren Staats- und Regierungschefs, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Ministerpräsident Wladimir Putin, statt. Die polnischen Politiker zeigen sich enttäuscht, dass die USA nicht durch Präsident Barack Obama oder Außenministerin Hillary Clinton vertreten sind.
August: 30.08. Während der deutsch-polnischen Gedenkmesse anlässlich des 70. Jahrestages des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939 in der Berliner St. Hedwigs-Kathedrale, an der Bundespräsident Horst Köhler und der polnische Botschafter Marek Prawda teilnehmen, unterstreicht Bischof Wiktor Skworc, dass beide Kirchen nicht den Fehler begehen wollen, die Geschichte neu zu bewerten. Niemand habe das moralische Recht, die Leiden der Kriegsopfer, zu denen auch die Opfer von Zwangsumsiedlungen, Deportierte und Flüchtlinge gehören, für politische Zwecke auszunutzen.
27.08. In Lódz enthüllt Staatspräsident Lech Kaczyński während der Gedenkveranstaltung zum 65. Jahrestag der Auflösung des von den Nationalsozialisten eingerichteten jüdischen Ghettos in Lodz (damals Litzmannstadt) das erste Denkmal in Polen, das den Polen gewidmet ist, die während der deutschen Besatzung Juden gerettet haben.
26.08. Das Institut für Nationales Gedenken (IPN) stellt in Warschau die Ergebnisse einer langjährigen Studie zur Bezifferung der polnischen Kriegsverluste vor. Laut Studie hat Polen in den Jahren 1939 bis 1945 zwischen 5,6 und 5,8 Millionen Todesopfer unter seinen Bürgern zu beklagen. IPN-Chef Kurtyka erklärte es handele sich um die erste wissenschaftliche Zusammenfassung von mehreren Jahrzehnten Arbeit an dem Thema.
25.08. Die deutsche und die polnische Bischofskonferenz geben eine "Erklärung aus Anlass des 70. Jahrestages des Beginns des Zweiten Weltkriegs am 1. September 1939" heraus. Darin heißt es u. a., dass die deutschen und polnischen Bischöfe das Verbrechen des Krieges und die Vertreibungen als Unrecht verurteilen. Dabei werde der innere Zusammenhang und die Abfolge der Geschehnisse nicht verkannt. Es komme darauf an, dass die Nachkriegsgeneration ein angemessenes Verständnis des Weltkriegs gewinne und bewahre.
14.08. In Stare Czarnowo bei Stettin werden in Gegenwart des deutschen Botschafters Michael H. Gerdts die sterblichen Überreste der über 2.000 zivilen Kriegsopfer beigesetzt, die im vergangenen Jahr in Marienburg bei Grabungsarbeiten gefunden worden waren. Der Staatsanwalt des Institut des Nationalen Gedenkens (IPN) in Danzig, Maciej Schulz, bestätigt, dass es sich dabei um Angehörige der deutschen Bevölkerung gehandelt habe, die unter verschiedenen Umständen während der sowjetischen Einnahme Marienburgs Anfang 1945 ums Leben kamen. Das IPN hatte den Ort gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge untersucht.
01.08. Die Schriftstellerin Sabrina Janesch ist die erste deutsche Stadtschreiberin Danzigs. Das neu geschaffene Stadtschreiber-Stipendium des Deutschen Kulturforums östliches Europa und der Stadt Danzigs soll das gemeinsame kulturelle Erbe der Deutschen und ihrer Nachbarn in jenen Regionen Mittel- und Osteuropas, in denen Deutsche gelebt haben bzw. heute noch leben, in der breiten Öffentlichkeit bekannt machen sowie herausragendes Engagement für gegenseitiges Verständnis und interkulturellen Dialog fördern.
Juli: 25.07. Auf Einladung des Goethe-Instituts setzen die Künstler Hofmann&Lindholm in Warschau den historischen Kniefall Willy-Brandts in Szene. Die fotografische Nachbildung dieses Ereignisses wird ab Dezember 2009 im vorläufigen Sitz des Museums für Moderne Kunst zu sehen sein. Die Geste des Bundeskanzlers Willy Brandt im Dezember 1970 vor dem Denkmal für die Opfer des Warschauer Ghettoaufstandes gilt als eine der Bildikonen des 20. Jahrhunderts.
22.07. Zbigniew Brzeziński, Ex-Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, wird in Washington mit dem Großen Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Der deutsche Botschafter in Washington Klaus Scharioth würdigt den 81-jährigen Brzeziński als einen Brückenbauer zwischen den USA und Deutschland und betonte aber gleichzeitig seinen Beitrag „zur Versöhnung der zwei großen europäischen Nationen – der polnischen und der deutschen“.
21.07. In Białystok wird das Ludwik-Zamenhof-Zentrum eröffnet. Die Einrichtung ist nicht nur ein Museum, sondern auch ein Begegnungszentrum. Esperantisten aus Białystok haben sich schon seit vielen Jahren um die Eröffnung eines solchen Zentrums bemüht. Ludwik Lejzer Zamenhof, der Erfinder der Plansprache Esperanto, wurde am 19. Dezember 1859 in Białystok geboren. Esperanto ist die am weitesten verbreitete internationale Plansprache. Weltweit gibt es rund zwei Millionen Esperantosprecher.
14.07. Der ehemalige polnische Regierungschef Jerzy Buzek ist neuer EU-Parlamentspräsident. Der 69-Jährige wurde zum Nachfolger von Hans-Gert Pöttering gewählt. Buzek erhielt in Straßburg mit 555 Stimmen bereits im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit. Damit steht erstmals seit dem Fall des Eisernen Vorhangs ein Osteuropäer an der Spitze des Europäischen Parlaments.
13.07. Bundespräsident Horst Köhler setzt mit seinem Besuch in Polen ein starkes Signal für die Aussöhnung und Partnerschaft mit dem osteuropäischen Nachbarland. Es ist Köhlers erste Auslandsreise nach seiner Wiederwahl zum Bundespräsidenten. Damit wolle er ein Zeichen setzen, dass ihm Polen am Herzen liege, so Köhler nach dem Treffen mit Polens Staatsoberhaupt Lech Kaczyński in Warschau.
10.07. Unter Leitung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann bestellt der Stiftungsrat der "Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung" Prof. Dr. Manfred Kittel mit großer Mehrheit zum ersten Direktor. Zu den Hauptaufgaben des neuen Direktors werden zunächst die Weiterentwicklung und Realisierung des Konzepts der Ausstellungs- und Dokumentationsstätte und die Betreuung des Bauvorhabens im Deutschlandhaus gehören.
Juni: 24.06. Der Widerstandsheld Heinrich Graf Lehndorff ist an seinem masurischen Heimatort Sztynort (Steinort) gemeinsam von Deutschen und Polen geehrt worden. Zu seinem 100. Geburtstag enthüllten Familienmitglieder vor dem ehemaligen Familiensitz einen Gedenkstein. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 war Heinrich Graf Lehndorff festgenommen und am 4. September in Berlin Plötzensee erhängt worden.
18.06. In Stettin werden die 12. Deutsch-Polnischen Journalistenpreise verliehen. Ausgezeichnet werden: Włodzimierz Nowak (Gazeta Wyborcza) in der Kategorie "Presse" für "Auf der anderen Seite der Briefmarke". Alicja Kulik (Polskie Radio Olsztyn) in der Kategorie "Hörfunk" für das Feature "Am Anfang gab es nur einen Traum" und in der Kategorie "Fernsehen" Martin Schöne und Tobias Gohlis (ZDF Infokanal) für "Tod in Breslau - Crime time: Marek Krajewski". Die Preisgala findet im Rahmen der 2. Deutsch-Polnischen Medientage satt, die 2009 unter dem Motto '20 Jahre später...' stehen und rund 300 Teilnehmern die Gelegenheit geben, den Zeitzeugen der damaligen Ereignisse aus Polen und Deutschland zu begegnen.
16.-17.06. Die Präsidien des Deutschen Bundestages und des polnischen Sejm kommen in Berlin zusammen. Der Höhepunkt der diesjährigen Begegnung ist die Enthüllung einer Tafel zur Erinnerung an den Beitrag von „Solidarność“ und Polen zur Freiheit und Einheit in Europa durch die beiden Parlamentspräsidenten, Prof. Dr. Norbert Lammert und Bronisław Komorowski.
08.06. Die Staatliche Wahlkommission (Państwowa Komisja Wyborcza – PKW) gibt das Ergebnis der Wahl zum Europäischen Parlament am Vortag bekannt. Bei einer Wahlbeteiligung von 24,53 % hat die Bürgerplattform (Platforma Obywatelska – PO) 44,4 %, Recht und Gerechtigkeit (Prawo i Sprawiedliwość – PiS) 27,4 %, das Bündnis aus Demokratischer Linksallianz (Sojusz Lewicy Demokratycznej – SLD) und Arbeitsunion (Unia Pracy – UP) 12,3 % und die Polnische Bauernpartei (Polskie Stronnictwo Ludowe – PSL) 7 % der Stimmen erhalten. Damit erhält die PO 25 (2004: 15) Sitze im Europäischen Parlament, PiS 15 (2004: 7), SLD 7 (2004: 6) und PSL 3 (2004: 4).
06.06. – 08.06. In Warschau und Danzig (13.-15.6.) erinnert die multimediale Ausstellung "20 Jahre Freiheit: Deutschland sagt Danke!“ an den Mut und beharrlichen Freiheitswillen der Menschen sowie an die kluge und friedliche Politik der Bürgerrechtsbewegungen, die den „Eisernen Vorhang“ zu Fall brachten. Das Projekt wurde vom Auswärtige Amt zusammen mit zahlreichen Partnern aus Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik und der Slowakei konzipiert. Im Zentrum steht ein multimedialer Ausstellungspavillon in Form von mehreren begehbaren Würfeln und einer Aktionsbühne. In den Würfeln werden u .a. Fotographien wichtige Wegmarken der friedlichen Revolution gezeigt: der Runde Tisch in Polen, die Grenzöffnung in Ungarn im Juni 1989, die Samtene Revolution in der Tschechoslowakei, die Ausreise der Prager Botschaftsflüchtlinge. Neben Warschau und Danzig ist die Wanderausstellung in Bratislava und Budapest zu sehen.
04.06. Aus Anlass des 20. Jahrestages der halbfreien Wahlen am 4. Juni 1989 findet auf dem Wawel in Krakau die von der Regierung ausgerichtete Feier statt, an der neben Ministerpräsident Donald Tusk und weiteren Regierungsvertretern der ehemalige Staatspräsident Lech Wałęsa, der ehemalige Staatspräsident der polnischen Exilregierung in London, Ryszard Kaczorowski, der ehemalige Staatspräsident Aleksander Kwaśniewski, Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko und der ehemalige tschechoslowakische und tschechische Staatspräsident Václav Havel teilnehmen. Bundeskanzlerin Merkel hebt in ihrer Ansprache hervor, dass die Deutschen den Freunden in Polen, Ungarn und der ehemaligen Tschechoslowakei zu großem Dank verpflichtet seien, da sie dazu beigetragen hätten, die deutsche Teilung zu überwinden. Der 4. Juni sei nicht nur für Polen ein Festtag, sondern für ganz Europa.
Mai: 27.05. Der Kulturstaatsminister Bernd Neumann und der polnische Minister für Kultur und Nationales Erbe, Bodgan Zdrojewski, unterzeichnen eine gemeinsame Erklärung zum "Europäischen Netzwerk Erinnerung und Solidarität" und ebenen damit den Weg zu einer Institutionalisierung des Europäischen Netzwerks. Das "Europäische Netzwerk Erinnerung und Solidarität" geht auf eine gemeinsame Initiative der Kulturminister Polens, Deutschlands, Ungarns und der Slowakei aus dem Jahr 2005 zurück. Im Mittelpunkt der Tätigkeit stehen u. a. die Analyse, Dokumentation und Verbreitung des Wissens über die Vergangenheit sowie die Entwicklung einer europäischen Erinnerungskultur. 27.05. Im Deutschen Historischen Museum in Berlin eröffnet der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Staatsminister Bernd Neumann, gemeinsam mit dem polnischen Kulturminister Bogdan Zdrojewski die Ausstellung „Deutsche und Polen. 1.9.39. Abgründe und Hoffnungen“. Die Ausstellung umfasst die Zeit von den polnischen Teilungen bis zur Gegenwart und wurde in Zusammenarbeit mit polnischen Historikern konzipiert.
21.05. Die Spiegel-Titelgeschichte "Hitlers europäische Helfer beim Judenmord" sorgt in Polen für Empörung. Die These des Spiegel-Artikels ist, dass die Deutschen bei dem millionenfachen Mord an den europäischen Juden in fast allen Ländern Helfer fanden. An den Mordaktionen seien mehr als 200.000 Menschen aus nicht zum damaligen Deutschen Reich gehörenden Ländern beteiligt gewesen, berichtete der Spiegel unter Berufung auf Experten. Als Beispiele für nichtdeutsche Helfer bei der Ermordung der europäischen Juden werden auch Denunzianten angeführt, die in Polen Juden an die Nazis verrieten, oder die Ermordung der Juden des ostpolnischen Dorfs Jedwabne durch ihre polnischen Nachbarn 1941.
14. – 17.05. Das deutsche Zentrum der Schriftstellervereinigung PEN veranstaltet in Görlitz seine Jahrestagung. Etwa 150 Autoren kommen in die Neißestadt, darunter auch der Literaturnobelpreisträger Günter Grass. Das viertägige Programm sieht u. a. Diskussionen über deutsch-polnische Beziehungen sowie eine Lyrikmatinee mit Autoren aus Deutschland und Polen vor. 07.05. Auf dem EU-Gipfel in Prag wird die von Polen und Schweden initiierte »Östliche Partnerschaft« zwischen der Europäischen Union und der Ukraine, Belarus, Moldawien, Armenien, Aserbaidschan und Georgien begründet. Außenminister Radosław Sikorski bezeichnet dies als polnischen Erfolg in der EU; zum ersten Mal habe die ganze EU eine polnische Initiative verabschiedet. In den nächsten Monaten werde die Initiative in EU-Projekte umgesetzt, für die zurzeit mindestens 600 Mio. Euro bereitstünden.
01.05. Ab dem 1. Mai dürfen Ausländer aus Staaten der Europäischen Union Wohnimmobilien in Polen erwerben - ohne Einschränkungen. Für die ersten fünf Jahre nach dem EU-Beitritt Polens galt noch eine Übergangsregelung, die den Markt schützen sollte. April: 29.-30.04. In Warschau eröffnet Ministerpräsident Donald Tusk (PO) den Kongress der Europäischen Volkspartei (EVP), an dem u. a. die Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, der Vorsitzende der Europäischen Kommission, José Manuel Barroso, und der Vorsitzende des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, teilnehmen.
24.04. Der Vorsitzende der Kommission für europäische Integration, Mikołaj Dowgielewicz, stellt den Regierungsbericht zur Situation Polens fünf Jahren nach dem Beitritt Polens zur Europäischen Union vor. Einer der Hauptgewinner des Beitritts seien entgegen der vorher geäußerten Befürchtungen die polnischen Landwirte. Des Weiteren haben sich die ausländischen Direktinvestitionen bedeutend erhöht; 2007 betrugen sie 16,6 Mrd. Euro, d. h. mehr als 5 % des Bruttoinlandsprodukts. 23.04. Deutschland bleibt weiterhin auf Platz eins unter den bedeutendsten Handelspartnern Polens. Im Jahr 2008 tauschten beide Länder Waren im Wert von 60 Milliarden Euro aus. Die Ausfuhren aus Polen wurden mit 28,6 Milliarden Euro beziffert. In diesem Zeitraum lieferte Deutschland Waren und Dienstleistungen im Wert von 31,8 Milliarden Euro nach Polen. Die Exporte aus Polen nach Deutschland wuchsen im Vergleich zu 2007 um 9,6 Prozent. Die Importe aus Deutschland nach Polen lagen zwölf Prozent über dem Wert des Vorjahres.
06.04. Im deutsch-polnischen Verhältnis ist in den vergangenen Jahren Ernüchterung eingekehrt. Das geht aus einer veröffentlichten Untersuchung hervor, die von den Instituten CBOS und Emnid in beiden Ländern durchgeführt wurde. In Polen hielten im Jahre 2000 - vier Jahre vor dem EU-Beitritt - 83 Prozent der Befragten die deutsch-polnischen Beziehungen für gut oder sehr gut; jetzt sind es nur noch 66 Prozent. Auch in Deutschland ist dieser Wert seitdem gesunken, von 57 auf 48 Prozent. In Polen halten heute 21 Prozent die Beziehungen für schlecht, in Deutschland sogar 35 Prozent. 04.04. Der polnische Regisseur Krystian Lupa wird in Breslau mit dem mit 60.000 Euro dotierten Europäischen Theaterpreis ausgezeichnet. Der aus Oberschlesien stammende 65-jährige Theatermacher ist mit Bühnenfassungen österreichischer und russischer Literatur international bekannt geworden. Mit Lupa wird erstmals ein polnischer Theatermacher mit dem Preis ausgezeichnet.
März: 26.03. Im Rahmen des Berliner Theaterfestivals „digging deep and getting dirty“ zeigt die polnische Bestsellerautorin Dorota Masłowska an der Berliner Schaubühne ihr Stück „Wir kommen gut klar mit uns“. Die 25-jährige Dramatikerin setzt sich in ihrem Stück mit nationalen Identitäten und der historischen Prägung ihres eigenen Landes auseinander.
19.03. In der Ephraim-Palais Galerie und im Märkischen Museum in Berlin wird die große Ausstellung „My berlińczycy! Wir Berliner!“ eröffnet. Die Ausstellung geht u.a. auf die Familie Radziwiłł ein, die durch die Hochzeit von Anton Heinrich Radziwiłł und Luise Dorothea Friederike von Hohenzollern mit dem preußischen Hof verbunden wurde. Ebenso kann der Besucher überraschenderweise erfahren, dass sich der Reichstag an der Stelle des ehemaligen Palastes von Athanasius von Raczynski befindet, in dem ehemalig ein polnischer Aristokrat seine Kunststücke ausstellte. Gezeigt werden unter anderem auch der Aufstieg des Nationalsozialismus, die Machtübernahme der NSDAP und schließlich die Besetzung Polens. Die Ausstellung erzählt auch vom Leben der Polen im Nachkriegsdeutschland.
13.03. Mit einem Namensbeitrag unter dem Titel „Unser Hauptfeind ist das Unwissen“ beteiligt sich auch der ehemalige Außenminister Adam Rotfeld an der Debatte der Zeitung ‚Fakt’ zum Stand der deutschen-polnischen Beziehungen. „Auf der Ebene der Eliten sind die deutsch-polnischen Beziehungen besser, enger und intensiver als mit vielen anderen Ländern. Deutlich schlechter stellt sich dieses Bild [in Deutschland] auf der gesamtgesellschaftlichen Ebene von Millionen normaler Menschen dar. Hier herrschen Unwissen und Ignoranz vor, die oft von einer Arroganz begleitet wird, die als Überheblichkeitsgefühl zu beschreiben ist“.
12.03. Die Zeitungen ‚Fakt’ und ‚Dziennik’ berichten über die erschienene Aufstellung der reichsten Polen im Magazin „Forbes“. Einsam auf Platz 1 liegt der 52-jährige Besitzer des Privatsenders Polsat, Zygmunt Solorz-Żak, mit einem geschätzten Vermögen in Höhe von 3,9 Milliarden Złoty, gefolgt vom Finanzmogul Leszek Czarnecki mit 2,4 Milliarden Złoty.
12.03. Anlässlich des 10. Jahrestages des Beitritts Polens zur NATO betont Verteidigungsminister Bogdan Klich auf der zweitägigen internationalen Konferenz 'Die NATO – Herausforderungen und Aufgaben' in Warschau, dass der Beitritt endgültig den Status Polens als Subjekt in Sicherheits- und Verteidigungsfragen konsolidiert habe. Staatspräsident Lech Kaczyński stellt heraus, dass der polnische NATO-Beitritt das Kapitel der Teilung Europas nach dem Zweiten Weltkrieg abgeschlossen habe. Beide Politiker sprechen sich für eine Erweiterung des Bündnisses um die Ukraine und Georgien aus. Dies liege nicht nur im Interesse des jeweiligen Landes, sondern auch der Europäischen Union und der NATO, so Kaczyński.
Februar: 27.02. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der polnische Ministerpräsident Donald Tusk unterstreichen in Hamburg die Bedeutung eines guten deutsch-polnischen Verhältnisses. Dies sei besonders wichtig in einem "wahrhaft symbolischen Jahr" wie 2009, in dem sich der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zum 70. Mal jähre, die Bundesrepublik 60 werde und die polnische Solidarność-Bewegung vor 30 Jahren begründet worden sei, so Merkel am Freitagabend auf dem traditionellen Matthiae-Mahl in Hamburg.
26.2. – 28.02. In Darmstadt findet die erste Tagung zur deutschen Polenforschung statt. Die 230 Teilnehmer veröffentlichen zu Beginn der Tagung „Sieben Thesen zur Polenforschung in Deutschland“, in denen u.a. die Einrichtung eines „Lehrstuhls für Polenstudien“ an einer deutschen Hochschule gefordert wird. Organisator der Tagung ist das Deutsche Polen Institut. 24.02. Ministerpräsident Donald Tusk bekräftigt, dass Polen bei seinem Standpunkt bleiben werde, dass die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen und CDU-Politikerin Erika Steinbach im Stiftungsrat des „Sichtbaren Zeichens“ nicht akzeptiert werden könne.
13.02. Außenminister Radosław Sikorski stellt im Sejm die Außenpolitik für 2009 vor und bezeichnet Deutschland als 'Schlüsselpartner' Polens. U.a. werde Polen Russland die Teilnahme am Programm der 'Östlichen Partnerschaft' vorschlagen. Der Zeitpunkt, den Vertrag über die Errichtung eines amerikanischen Raketenabwehrsystems in Polen im September 2008 mit der US-Administration von George W. Bush zu unterschreiben, sei genau richtig gewesen, da der neuen amerikanischen Regierung von Barack Obama viel weniger an dem Projekt gelegen sei.
09.02. Auf einer Diskussionsveranstaltung in Berlin anlässlich des 20. Jahrestages des Beginns der Verhandlungen am Runden Tisch hebt Außenminister Frank Steinmeier hervor, dass die Solidarność-Bewegung und schließlich der ‚Runde Tisch’ den Umbruch in Mitteleuropa eingeläutet hätten. Viele der damaligen Grundsätze, wie die Notwendigkeit, außerhalb festgefahrener Kategorien zu denken, den Dialog statt Konfrontation zu suchen und der verantwortliche Umgang mit Macht und mit der Freiheit seien auch heute gültig.
09.02. In einem ganzseitigen Namensbeitrag „Polen und Deutschland: Von Mut und Vorstellungskraft“ für die ‚Gazeta Wyborcza’ beschreibt Sejmmarschall Komorowski die intensive und kreative Zusammenarbeit von Sejm und Bundestag. Alleine beim Treffen der Präsidien beider Parlamente im November 2008 in Kreisau habe man eine Vielzahl gemeinsamer Projekte beschlossen. Komorowski nennt eine Ausstellung über die Gewerkschaft ‚Solidarność’ im Reichstag im Frühjahr, eine Ausstellung über den Fall der Berliner Mauer im Sejm im November, die Enthüllung einer Gedenkplakette für die Solidarität am Reichstag im Juni und ein weiteres gemeinsames Parlamentariertreffen im November in Kreisau zur Erinnerung an den 20. Jahrestag der Versöhnungsmesse von Kohl und Mazowiecki. „Vielleicht erscheint Ihnen das alles grau und banal […] Ich wiederhole jedoch die Worte von Norbert Lammert, dass wir die Außergewöhnlichkeit dieser Normalität anerkennen sollten“.
Januar: 22.01. Ein Archiv mit rund 600 Interviews ehemaliger Zwangsarbeiter in Deutschland geht unter www.zwangsarbeit-archiv.de online. Das Portal "Zwangsarbeit 1939 - 1945" soll die Erinnerung an die mehr als zwölf Millionen Menschen wach halten, die für Nazi-Deutschland Zwangsarbeit leisten mussten. In ausführlichen Audio- und Video-Interviews erzählen die Opfer der Nazi-Diktatur ihre Lebensgeschichte.
20.01. Die polnische Regierung stellt bei einer Feierlichkeit im Warschauer Opernhaus ihre Planungen für das Gedenkjahr 2009 vor, das unter dem Motto „Poland - first to fight. 1939 - 1989 begann in Polen“ steht. Der Vorsitzende des Ehrenkomitees der Feierlichkeiten, Staatssekretär Bartoszewski, erklärt in Anwesenheit des Ministerpräsidenten Tusk die Gedenkveranstaltungen erstrecken sich über das gesamte Jahr, zentraler Punkt des Gedenkjahres werde die Erinnerungsfeier zum 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs am 1. September in Danzig sein.
17.01. „Deutsche klauen polnische Kinder!“ titelt das Boulevardblatt Super-Express den Aufmacher seiner Wochenendausgabe. Tausende von Polen, die mit ihren ehemaligen deutschen Partnern um ihre gemeinsamen Kinder kämpften, seien den „allmächtigen Jugendämtern“ ausgesetzt, die Polen diskriminierten und „auf brutale Weise“ den Kontakt mit ihren Kindern verweigerten, so das Blatt. Als Beispiel wird der Fall der Krakauerin Beate Mosebach geschildert, die ihren Sohn aus Deutschland nach Krakau mitnahm und dafür mit europäischem Haftbefehl gesucht und in Polen verhaftet wurde. Jetzt sei ihr aber die Krakauer Staatsanwaltschaft zur Hilfe gekommen, die überzeugt sei, dass Frau Mosebach keine Kriminelle sei. Die Krakauer Staatsanwältin Boguslawa Marcinkowska erklärt, die Mutter habe keinerlei polnische Gesetze gebrochen.
10.01. Adam Krzemiński analysiert in der "Gazeta Wyborcza" ausführlich den Stand der deutsch-polnischen Beziehungen zu Beginn des Gedenkjahres 2009 und bekräftigt dabei seinen Wunsch nach einer gemeinsamen Debatte des Deutschen Bundestages und des Sejm. Damit könne man Europa zeigen, dass die Politiker beider Länder sich wirklich der neuen Bedeutung der (deutsch-polnischen) Nachbarschaft bewusst seien.
05.01. In Marienburg (Malbork) im Norden Polens wird ein Massengrab mit mindestens 1.800 Zivilisten entdeckt. Bei den Toten handelt sich um Deutsche, die Anfang 1945 bei Kämpfen zwischen deutschen und sowjetischen Truppen getötet worden seien.
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