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Autor: Redaktion | grom
Pünktlich zum 200. Geburtstag von Fryderyk Chopin wurde am Montag in Warschau das neue Chopinmuseum eröffnet. Das nach den Plänen des Mailänders Architektenduos Migliore&Servetto gestaltete multimediale Museum beherbergt mit über 7000 Ausstellungsstücken die weltweit größte Chopinkollektion. Für den allgemeinen Publikumsverkehr öffnet es erst am 6. April seine Pforten. Besucher sollten sich unbedingt vorher online anmelden.
Vier Stockwerke setzen sich sowohl wissenschaftlich als auch biographisch mit dem berühmten Pianisten, Komponisten und Pädagogen auseinander. So werden u.a. Chopins Kindheit in Warschau, sein Leben in Frankreich nach der Ausreise aus Polen 1830, seine Auslandsreisen, die ihn auch nach Berlin, Dresden und Leipzig führten, sowie seine letzten Lebensjahre dokumentiert. Unter mehreren tausend Exponaten befindet sich der Pleyel-Flügel, an dem der Künstler in den letzten Jahren vor seinem Tod komponierte.
Der Besucher kann den Geruch von Veilchen, den Lieblingsblumen des Komponisten, genießen und Vogelgezwitscher, das an seine Ferien in Nohant mit George Sand erinnert, hören. Als umstritten gilt der letzte Raum, der an den Tod des Künstlers erinnert. Im großen schwarzen Kasten ist die Totenmaske des 1849 in Paris gestorbenen Künstlers ausgestellt.
Direkt neben dem Museum entstand das Chopin-Zentrum, das sowohl das Nationale Chopin-Institut, eine Bibliothek, Mediothek, einen Konferenzsaal und ein Touristenzentrum enthält. Die Renovierung und die Erweiterung des Ostrogski-Schlosses kosteten rund 20 Millionen Euro.
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