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Autor: Redaktion
Drei Theater, drei Uraufführungen, ein Festival. Im Jahr 20 des geeinten Deutschlands gehen die Bühnen Gera, Chemnitz und Magdeburg der jüngsten europäischen und deutsch-deutschen Geschichte auf den Grund. "OstOstOst" heißt das Ring-Uraufführungsprojekt vom 16. bis 18. April, über das die drei Häuser am Dienstag in Gera informierten. "Wir wollen der Frage nachgehen, wie sich dieses Land in den 20 Jahren verändert hat", sagte Magdeburgs Schauspieldirektor Jan Jochymski. Sein Ensemble will mit "Das Ende der Welt" der polnischen Autorin Ma³gorzata Sikorska-Miszczuk einen internationaleren Blickwinkel auf die Historie werfen.
Während die 1964 in Warschau geborene Polin den Um- und Zusammenbruch des Ostblocks aktiv miterlebt hat, bemüht sich das Theater Chemnitz um den jungen Blick auf 20 Jahre Wiedervereinigung. Aus den Texten dreier Studenten des Deutschen Literaturinstituts Leipzig entstand dazu die Trilogie "Was vom Westen übrigblieb". Dabei werde den Versprechen des Westens nachgespürt und was von ihnen geblieben ist, erklärte Dramaturg Matthias Huber. Dabei gehe es in der Justiz-Groteske "Jasminblüte" von Mirko Wenig um pervertierte moralische Werte der Gesellschaft, um Justiz, Vergessen und Glaubwürdigkeit.
Das Theater Altenburg-Gera bietet derweil die Bühnenadaption des Romans "Heimsuchung" von Jenny Erpenbeck. Anhand eines Hauses und seiner Bewohner werden hundert Jahre deutsche Geschichte erzählt. Dabei gehe es nicht nur um die großen politischen Umwälzungen wie den Zweiten Weltkrieg und den Mauerfall, sondern auch um kleinere gesellschaftliche Veränderungen und ihre Auswirkungen auf diese Menschen, erklärte Regisseurin Anja Gronau.
Die drei Produktionen werden am 16. April jeweils an ihrer Heimspielstätte uraufgeführt. An den folgenden beiden Tagen sind sie dann reihum an den anderen beiden Häusern zu sehen.
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