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Autor: Redaktion
Weißrussland hat den Transit russischen Erdgases in den Westen unterbrochen, sagte am Dienstag Präsident Alexander Lukaschenko. Er reagierte damit auf die Ankündigung des russischen Monopolisten Gazprom, Lieferungen an Weißrussland um 30 Prozent zurückzufahren, nachdem diese bereits am Vortag wegen eines Konflikts um angeblich unbezahlte Rechnungen um 15 Prozent gedrosselt worden waren. Die beiden Nachbarstaaten steuerten auf einen „Gas-Krieg“ zu, sagte Lukaschenko.
Russland pocht auf die Begleichung von Schulden für Gaslieferungen an den Nachbarn über 192 Millionen Dollar (155 Mio. Euro). Im Gegenzug wirft Lukaschenko dem russischen Energieriesen Gazprom vor, für den Gastransit noch 260 Millionen Dollar schuldig zu sein.
Laut EU habe Russland vor Unterbrechungen der vor allem für Deutschland und Polen bestimmten Lieferungen gewarnt. Durch den Transitstopp seien maximal 6,5 Prozent der Lieferungen aus Russland nach Europa betroffen. Insgesamt liefert Russland ein Viertel des in Europa benötigten Gases. Neben Weißrussland ist Polen ein weiteres Transitland.
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