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Autor: Redaktion | grom
In Danzig starb im Alter von 74 Jahren der Prälat und Ehrenkaplan des Papstes Henryk Jankowski. In den 80er Jahren war Jankowski der Solidarno¶æ-Bewegung und der antikommunistischen Opposition eng verbunden. So hielt er am 17. August 1980 eine legendäre Messe für die streikenden Arbeiter der Danziger Leninwerft. Mit dem Arbeiterführer Lech Wa³êsa war er Jahrzehnte lang eng befreundet.
Nach 1989 stieß Jankowskis Wirken allerdings zusehends auf Unverständnis und er wurde zusehends als eine kontroverse Gestalt wahrgenommen, u.a. durch seine polemische Haltung gegenüber der EU bzw. teilweise antisemitischer Tönen in seinen Predigten. Mehrfach wurde er von Vorgesetzten ermahnt und erhielt von Erzbischof Tadeusz Goc³owski ein Predigtverbot. 2004 wurde er von der Funktion des Pfarrers der Danziger Brigitten-Kirche enthoben, was wochenlange Proteste nach sich ziehen sollte.
Auch sein Hang zu Luxus und Reichtum (Im Jahr 1993 war er auf Platz Nummer 80 der WPROST-Liste der reichsten Polen) stieß zusehends auf Kritik. In den letzten Jahren fiel Henryk Jankowski eher durch ungewöhnliche Geschäftsideen auf. Im Jahr 2004 begann er mit dem Verkauf von „Bausteinen“ in Form von australischem Wein mit den Namen „Monsignore“ und „Prälat“, um den Baus eines Altars aus Bernstein zu vollenden und 2006 stellte er, unter eigenem Namen, ein Mineralwasser vor.
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