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Autor: Redaktion
Menschen in aller Welt feiern in diesem Jahr den 200. Geburtstag Fryderyk Chopins. Auch in Deutschland steht der polnische Komponist ein Jahr lang im Mittelpunkt zahlreicher Konzerte und Veranstaltungen. Das deutsche Chopin-Jahr begann am 17. März mit einem Abend im Berliner Konzerthaus.
In seiner Rede zum Auftakt des Chopin-Jahres in Deutschland wies Kulturstaatsminister Bernd Neumann auf Chopins unerschöpfliche Freiheitsliebe. Es sei deshalb von großer symbolischer Kraft, dass im Jubiläumsjahr der Wiedervereinigung in Polen und Deutschland an Chopin erinnert werde, erklärte Neumann. "Dass wir heute unsere kulturellen Wurzeln im wiedervereinigten Europa gemeinsam pflegen können, haben wir auch der polnischen Freiheitsliebe zu verdanken."
Neumann nahm am Auftaktkonzert zusammen mit seinem polnischen Amtskollegen Bogdan Zdrojewski teil. Zwei polnische Pianisten spielten im Berliner Konzerthaus "Chopin für zwei Klaviere", wobei sie Klassik mit Jazzimprovisationen verbanden.
Neumann und Zdrojewski waren zuvor zu bilateralen Gesprächen im Bundeskanzleramt zusammengetroffen. Dabei ging es vor allem um gemeinsame Projekte im Chopin-Jahr 2010. Neumann und Zdrojewski vereinbarten die Einrichtung eines Stipendiums für Künstlerinnen und Künstler aus Polen, Frankreich und Deutschland.
Für die Zukunft beschlossen sie, sich in der europäischen Kultur- und Medienpolitik enger abzustimmen. Themen waren dabei gemeinsame Strategien zur Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie die Digitalisierung als wichtiges Zukunftsthema der Kulturpolitik auf EU-Ebene.
Während des Chopin-Jahres 2010 finden allein in Deutschland rund 150 Veranstaltungen und Konzerte statt. Sie stehen unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsminister Bernd Neumann und seinem polnischen Amtskollegen.
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