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Autor: Redaktion
Das Deutsche Polen Institut Darmstadt feiert in diesen Tagen 30-jähriges Bestehen. Sein Entstehen geht auf eine Anregung von Marion Gräfin Dönhoff und Karl Dedecius zurück, der auch erster Institutsleiter war. Während das DPI in den ersten Jahren als ein Zentrum des literarischen Austauschs fungierte, versteht es sich heute als ein Scharnier der Wissenschaft, das als Brücke zwischen Forschung und Praxis dient. So will das Institut vorallem die polenbezogene Forschung vieler Disziplinen zusammenbringen.
So hat das DPI Ende Februar 2009 Wissenschaftler aus ganz Deutschland, die sich mit Polen als Forschungsgegenstand beschäftigen, zur ersten Tagung Deutsche Polenforschung nach Darmstadt eingeladen. Diese erfolgreiche Initiative wird 2011 mit einer Tagung in Mainz fortgesetzt. Auch auf anderen Ebenen will das Institut zur ,,Verstetigung der Beschäftigung mit Polen" beitragen, unterstreicht Prof. Dieter Bingen, der seit 1999 das DPI leitet. So hat das Institut neben den Lehrwerken über polnische Literatur und polnisch-deutsche Geschichte einen weiteren Band über die polnische Gesellschaft in Vorbereitung. Zudem brachte es ein Polnisch-Lehrbuch für den Schulunterricht heraus.
So groß begangen wie 2005, als Bundespräsident Köhler und Polens Präsident Kwa¶niewski dem DPI ihre Ehre erwiesen, wird das diesjährige Jubiläum nicht. ,,Wir feiern uns durch Arbeit", so Bingen.
Über das DPI und herragende Projekte: Am 11. März 1980 wurde das DPI in Darmstadt gegründet. Die institutionelle Förderung des DPI von jährlich etwa 700 000 Euro leisten die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und die Kultusministerkonferenz. Die Stadt Darmstadt stellt die Jugendstil-Domizile der Häuser Deiters und Olbrich auf der Mathildenhöhe. Bereits 1982 erschien der erste Band der "Polnischen Bibliothek". Bis 2000 wurden beim Suhrkamp-Verlag 50 Bände polnische Literatur herausgegeben. 1989 wurde der erste Band des DPI-Jahrbuchs herausgegeben. Im Jahr 2000 fand die erste Sitzung der "Kopernikus-Gruppe" statt. 2003 erschienen in der neuen Reihe "Denken und Wissen". Eine Polnische Bibliothek beim Suhrkamp-Verlag die ersten drei Bände und erstmals wurde der "Karl Dedecius-Preis" der Robert Bosch Stiftung für polnische Übersetzer deutscher Literatur und deutsche Übersetzer polnischer Literatur verliehen.
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