Der letzte Tag von Borów

 

Konrad Schuller seit 2004 Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Warschau, leuchtet in seinem Buch ein dunkles Kapitel der deutschen Terrorherrschaft beispielhaft aus. Er erzählt anhand der Aussagen von Überlebenden die Geschichte des kleinen Ortes Borów in der Wojewodschaft Lublin. Borów ist eines von fünf Dörfern, die am 2. Februar 1944 als Vergeltung für eine angebliche Unterstützung von Partisanen von Wehrmachts- und SS-Einheiten überfallen wurden.

Der Ort wurde vollständig zerstört, die Bewohner: Männer, Frauen, Kinder wurden ermordet oder verschleppt. Ein bestialisches Massaker – eine von mehreren hundert deutschen „Befriedungsaktionen“ in Polen während des Zweiten Weltkriegs. Mit bisher unbekannten Dokumenten unterlegt, knüpft Schuller ein Netz von Biographien, das sich vom Ende des Krieges über das Polen der Nachkriegsjahrzehnte bis in deutsche Wohnzimmer der Gegenwart spannt.

Konrad Schuller, geb. 1961 in Kronstadt (Rumänien), ist Journalist bei der FAZ und derzeit Korrespondent für Polen und die Ukraine.

"Man mag sich an der einen oder anderen sprachlichen Arabeske stören. Doch insgesamt zeigt der Autor einen Sinn für sprechende Details ebenso, wie er den souveränen Blick für das Ganze wahrt."
Die Welt

Schuller, Konrad
Der letzte Tag von Borów. Polnische Bauern, deutsche Soldaten und ein unvergangener Krieg
Verlag Herder 2009
ISBN 978-3-451-30116-2
€  [D] 17,95

 
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